Im Jahr 2035 wird es nicht mehr möglich sein, neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der Europäischen Union zu verkaufen (1). Um dieses Ziel zu erreichen, unterstützt die französische Regierung den Aufstieg von Elektroautos. Sie investiert eine Milliarde Euro in die Automobilindustrie und den Batteriebau. Wie wirken sich diese Veränderungen auf die Automobilbranche und die Umwelt aus? Hier finden Sie alle Antworten auf Ihre Fragen zu diesem Thema.Â
Aktueller Stand bei Elektrofahrzeugen
Im Januar 2024 wurden 32.059 Elektrofahrzeuge zugelassen. Diese Zahl umfasst den Verkauf von PHEV, d. h. Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeug.Â
Der Umweltbonus für den Kauf eines Elektroautos hat sich im Februar 2024 erheblich verändert. Die Regierung hat neue Förderkriterien eingeführt. In einem Ministerialerlass sind die Elektrofahrzeuge aufgeführt, für die der Bonus gewährt werden kann. Die Höhe der Prämie wurde von 5.000 auf 4.000 € gesenkt. Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von weniger als 15.400 € profitieren weiterhin von einer Erhöhung der Prämie um 3.000 €.Â
Die Einschränkungen der Förderkriterien für den Umweltbonus haben laut Avere (Nationaler Verband für die Entwicklung der Elektromobilität) zu einem leichten Rückgang der Anschaffungen von Elektrofahrzeugen geführt. Die weitere Entwicklung des Marktes in Frankreich hängt zum Teil von möglichen künftigen staatlichen Förderungen ab.Â
Die Einführung neuer Modelle im Jahr 2024 könnte sich auf das Umsatzwachstum auswirken. Die Hersteller bieten nun SUVs an, ein in Frankreich beliebter Fahrzeugtyp. Diese Modellreihe könnte die Wachstumsdynamik des Anteils von Elektrofahrzeugen im französischen Fahrzeugbestand aufrechterhalten.Â
Die fünf meistverkauften Modelle im Januar 2024 sind:Â
- Der Peugeot 208.Â
- Der Dacia Spring.Â
- Das Tesla Model 3.Â
- Das Tesla Model Y.Â
- Der Fiat 500.Â
Tesla, die Peugeot-Gruppe, die Renault-Gruppe und die deutschen Hersteller gehören zu den wichtigsten Akteuren in Europa. Neue Hersteller drängen auf den Markt, darunter Voyah, Zeekr, Hongqi, Maxus und VinFast. Viele dieser Marken stammen aus China, auch wenn der britische Hersteller MG in Europa beachtliche Verkaufszahlen vorweisen kann.Â
Auswirkungen auf die Umwelt
Das Elektroauto ersetzt nach und nach das Auto mit Verbrennungsmotor, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Im Betrieb stößt das Elektroauto insgesamt drei- bis viermal weniger Treibhausgase aus.Â
Frankreich verfügt über einen erheblichen Vorteil bei der Verringerung seiner Umweltauswirkungen. Dank Kernkraft und erneuerbaren Energien produziert es überwiegend CO2-freien Strom. Der CO2-Fußabdruck eines Elektrofahrzeugs ist dort halb so hoch wie in Deutschland, wo Strom mit Kohlekraftwerken erzeugt wird.
Um einen positiven Effekt des Elektroautos auf die Treibhausgasemissionen feststellen zu können, muss jedoch die entscheidende Kilometerzahl erreicht werden. Für den Bau von Elektrofahrzeugen müssen große Mengen seltener Metalle abgebaut werden. Der Abbau dieser Materialien hat erhebliche ökologische Auswirkungen: Wasserstress, CO2-Emissionen, Verschmutzung von Böden und Gewässern ... Der CO2-Fußabdruck eines Elektroautos ist daher nach 35.000 Kilometern geringer als der eines Autos mit Verbrennungsmotor.Â
Elektrofahrzeuge wirken sich positiv auf die Luftqualität aus. Sie stoßen keine Schadstoffe aus. Dennoch produzieren auch diese Fahrzeuge Partikel, genau wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor: durch Bremsabrieb, Reibung der Reifen auf der Fahrbahn usw. Â
Transformation der Automobilindustrie
Der Bau von Elektrofahrzeugen führt zu tiefgreifenden Veränderungen in der Automobilindustrie. Um gegenüber ihren Konkurrenten wettbewerbsfähig zu bleiben, investieren französische Hersteller massiv in:Â
- Forschung und Entwicklung.
- Neue Technologien.Â
- Die Verlagerung bestimmter strategischer Produktionsbereiche.Â
- Die Neuorganisation der Wertschöpfungsketten zur Sicherung der Lieferungen.
Die Investitionen der Automobilhersteller könnten bis 2030 1,2 Billionen Dollar erreichen.Â
Die Entwicklung des Elektroautos wirkt sich auf den Arbeitsmarkt aus. Die gesamte Automobilbranche beschäftigt rund 400.000 Mitarbeiter. Seit einigen Jahren geht die Zahl der Beschäftigten leicht zurück, was mit dem Aufkommen von Elektrofahrzeugen zusammenhängt. Es entstehen neue Berufsbilder und neue Kompetenzen. Diese zukünftigen Arbeitsplätze stehen im Zusammenhang mit der Montage von Elektroautos oder der Herstellung von Batteriezellen. Die Veränderungen im Bereich der Fahrer könnten zu einem Verlust von 50.000 Arbeitsplätzen führen. Die steigende Nachfrage nach Batterien könnte hingegen fast 580.000 Arbeitsplätze schaffen.Â
Auch der Versicherungsmarkt verändert sich mit dem Aufkommen von Elektroautos. Sie suchen eine Versicherung für Ihr Elektrofahrzeug? Machen Sie eine Simulation für Ihre Kfz-Versicherung um das beste Angebot zu finden!Â
Quellen:Â
- https://www.info.gouv.fr/actualite/2-millions-de-voitures-electriques-en-2030
- https://www.entreprises.gouv.fr/fr/actualites/bonus-ecologique-decret-fixant-montants-aide-2024
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