Waze zeigt 84 km/h an, Ihr Tacho zeigt 90. Wer hat Recht? Wir erklären Ihnen, warum diese Abweichungen normal sind und wem Sie vertrauen können. Beim Autofahren haben Sie sicherlich schon einmal einen Unterschied zwischen der von Waze angezeigten Geschwindigkeit und der auf dem Armaturenbrett angezeigten Geschwindigkeit festgestellt. Diese Situation wirft eine häufig gestellte Frage auf: Welche Anzeige ist zuverlässiger, insbesondere im Hinblick auf Radarkontrollen? Tatsächlich lässt sich dieser Unterschied durch einfache technische Prinzipien erklären. Hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen, um entspannt fahren zu können.
Warum zeigt Ihr Tacho eine zu hohe Geschwindigkeit an?
Die Automobilhersteller bauen bewusst eine Sicherheitsmarge in die Tachometer ein. Im Durchschnitt beträgt diese Überbewertung etwa 5 %, um zu verhindern, dass die Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreiten. Das Ergebnis: Wenn Ihr Tacho 90 km/h anzeigt, fahren Sie in Wirklichkeit wahrscheinlich 85 oder 86 km/h. Dies ist eine einfache Möglichkeit, unbeabsichtigte Geschwindigkeitsüberschreitungen zu vermeiden, ohne den Fahrer zu benachteiligen. Lesen Sie unseren Artikel zum Thema Google Maps schlägt mit einer neuen Anti-Stau-Funktion zu, die in Android 16 integriert ist.
Waze nutzt die tatsächliche Geschwindigkeit… oder fast
Die Waze-App berechnet die Geschwindigkeit anhand des GPS. Daher zeigt sie oft einen Wert an, der näher an der Realität liegt. Diese Genauigkeit kann jedoch je nach Qualität des GPS-Signals, Wetterbedingungen oder Geländebeschaffenheit (Tunnel, Wälder usw.) variieren. Wenn Waze eine niedrigere Geschwindigkeit als Ihr Tacho anzeigt, handelt es sich also nicht um einen Fehler, sondern um die tatsächliche Messung der Geschwindigkeit auf der Straße.
Im Zweifelsfall verlassen Sie sich auf den Zähler.
Auch wenn Waze genauer ist, stützen sich die Behörden auf ähnliche Toleranzen wie die Tachometer. Wenn Sie mit der von Ihrem Auto angezeigten Geschwindigkeit fahren, ist es unwahrscheinlich, dass Sie geblitzt werden. Deshalb ist es sicherer, sich an diese Angabe zu halten als an die des Navigationsgeräts. Die Geschwindigkeit auf dem Tachometer ist nach wie vor die beste Garantie gegen böse Überraschungen.
Was Radargeräte wirklich erfassen
Auch automatische Radargeräte wenden eine gesetzliche Toleranzgrenze. Unterhalb von 100 km/h ziehen sie 5 km/h von der gemessenen Geschwindigkeit ab. Darüber sind es 5 %. Dieses System gleicht technische Ungenauigkeiten aus, sei es beim Radar, beim Tacho oder beim GPS. Wenn Ihr Tacho also 90 km/h anzeigt, fahren Sie in Wirklichkeit 85, und das Radar wird etwa 80 anzeigen – kein Risiko, wenn Sie vorsichtig sind. Lesen Sie auch unseren Artikel über das Bester Routenplaner für Elektroautos.
Fazit
Der Unterschied zwischen Waze und dem Tacho ist kein Fehler, sondern eine integrierte Sicherheitsfunktion. Waze misst die Realität, aber der Tacho schützt Sie vor unbeabsichtigten Überschreitungen. Um Bußgelder zu vermeiden, sollten Sie sich besser auf das Armaturenbrett verlassen, insbesondere wenn die Straße oder das GPS schwächeln. Und Sie, vertrauen Sie Ihrem Auto oder Waze, wenn es um die Geschwindigkeit geht? Teilen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren mit.
